Wanderin auf dem Weg in der Aradenaer einer Brücke durch.schlucht geht unt

Eine Reise mit EM nach Kreta 

Wenn Arbeit, Urlaub und Ehrliches Mitteilen zusammenkommen

Auch ich denke an Kreta, sagte mein Gefährte. An Kreta und an meine Seele… Wenn ich wieder geboren würde, so möchte ich das Licht auf diesem Fleckchen Erde wiedersehen. Hier gibt es einen unbezwingbaren Zauber…“

Nikos Kazantzakis

Drei Menschen machten im Juni dieses Jahres eine besondere und für sie neue Urlaubserfahrung. Eine vierzehntägige Reise, zusammen mit 2 völlig fremden Personen zu unternehmen, kann man wohl mutig nennen. Auch für Reiseunternehmer Stefan Hoffmann eine Premiere, da auf dieser Reise zum ersten Mal Ehrliches Mitteilen nach Gopal (kurz „EM“) ein wesentlicher Bestandteil sein sollte. In diesem Beitrag lassen uns die drei an ihren Erfahrungen teilhaben.

Lieber Stefan, wie kamst du auf die Idee, einen Urlaub mit „Ehrliches Mitteilen“ anzubieten?

Stefan: Das hat zusammen mit meiner Frau begonnen. Wir wollten ursprünglich für ein Vierteljahr nach Kreta gehen und haben überlegt, wie wir dort weiterhin EM in einer Präsenzgruppe machen können. Daraus ist dann die Idee entstanden, Leute zu uns nach Kreta einzuladen und morgens eine Runde EM zu machen. Mit dem Vierteljahr hat das dann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geklappt, aber die Idee war schon geboren. Ehrliches Mitteilen mit einem Urlaub zu verbinden, erschien mir ansprechend.

 

Stefan, bitte stelle dich kurz vor. Wer bist du eigentlich und wie kamst du zum Ehrlichen Mitteilen?

Stefan: Ich bin Stefan Hoffmann, den Winter über Physiotherapeut, den Sommer über Reiseunternehmer; hauptsächlich für Alleinreisende auf Kreta, als Wander- und Genussreisen. Die Insel hat´s mir angetan, ich bin gerne hier. Momentan ja auch. Auf das Ehrliche Mitteilen hat meine Frau mich im September letzten Jahres aufmerksam gemacht und seitdem machen wir das regelmäßig. Meine Frau hat sogar eine Gruppe gegründet in Aspach bei Backnang, wo ich herkomme. Ja, so ist das entstanden. Ich sehe mich noch als EM- Anfänger. 

Stefan Hoffmann Reiseunternehmer von Auszeit-Reisen.eu sitzt in einer Taverne und ist glücklich.

Wie habt ihr Ehrliches Mitteilen in euren Tagesablauf integriert?

Stefan: Es ist so entstanden, dass wir uns nach dem Frühstück zu 9 Uhr getroffen haben und uns eine Stunde Zeit genommen haben für eine Runde EM. Um 10 Uhr wurde das Tagesprogramm begonnen.

Gab es Prozesse in der Gruppenbildung, die durch das EM beeinflusst wurden?

Stefan: Nun, es kommt immer mal zu unbedachten Äußerungen, die dem anderen dann die Nase hochzieht, das gibt’s natürlich. Im Vergleich zu anderen Gruppen, wo das dann nicht weiter besprochen wird, hat sich das durch das rituelle morgendliche EM wirklich aufgelöst. Es wurde sich ehrlich mitgeteilt und dann war´s gut. Es gab keinen Stress. Wir hatten dadurch eine gute Gruppenbindung. Und was da bei mir passiert ist: Ich habe mich gar nicht mehr als Reiseleiter gesehen, was ja eigentlich meine Rolle ist.

Ich wurde Gruppenmitglied. Gut, mit einer Führungsposition. Ich habe ja an schöne Orte auf Kreta geführt, aber eben alles auf Augenhöhe und als Teil der Gruppe. Wir waren eins, eine Einheit. Und das war neu für mich und unheimlich schön zu spüren, dass das auch möglich ist. 

Genauso stelle ich mir die Reisen vor. Ich möchte den Menschen Kreta nicht nur zeigen, sondern ich möchte, dass sie das wirklich tief innerlich erleben. Und ich glaube, das ist mir mit dem EM deutlich mehr gelungen. Also nicht, dass das damit beabsichtigt war. EM ist absichtslos, aber das war der Outcome. Die Gruppe hat sich viel besser gefunden durch das tägliche morgendliche Ritual.

Was sind weitere Gedanken und Gefühle im Bezug zu dieser Reise? 

Stefan: Also ich fand es wirklich ganz ganz toll. Es war eine neue Erfahrung für mich. Ich möchte da auf jeden Fall weitermachen. Im Machen des EM liegt ja die Heilung, und das spür´ ich auch in mir für mich.

Mein Kopf denkt, dass das ´ne richtig tolle Sache ist und ich fühle dabei Freude. Ich spüre Leichtigkeit und auch Neugier. Hauptsächlich fühle ich Freude und Vorfreude auf neue Menschen. Ich organisiere bereits für Anfang September weitere elf Tage.

Würdest du das nächste Mal etwas an der Reise verändern?

Stefan: Ursprünglich hatte ich vor, zwei Mal am Tag EM zu machen, aber wir haben schnell gemerkt, dass das gar nicht nötig ist. Ein Mal ist ausreichend. Dabei haben wir es dann belassen. Für nächstes Jahr habe ich auch schon zwei Reisen geplant. Warum eigentlich dann elf Tage und nicht sieben oder vierzehn: Mit den An- Und Abreisetagen bleiben, bei einer Woche, effektiv fünf Tage für Kreta. Das ist nicht erfüllend. Vierzehn Tage ist manchen ein bissel lang. Deswegen so die goldene Mitte mit den elf Tagen. Für meine Reiseteilnehmer war das nach Rücksprache auch stimmig.

Es hatte eine ganz andere Tiefe, als ich das sonst in meinen Reisen habe. Sonst merkt man es manchmal unterschwellig, dass Konflikte da sind und dann versucht man zu vermitteln. Und das ist mit EM gleich auf einem ganz anderen Level.

Urlaub 2.0, oder Urlaub Next Level würde ich das bezeichnen.:)

 

 

Erfrischung nach einer Wanderung unter einem Wasserfall

Ilonas Erfahrungen:

Mein Name ist Ilona. Ich praktikziere seit ca. 3 Jahren das Ehrliche Mitteilen.

Im letzten Jahr bin ich bereits der Gruppe „EM und Reisen“ beigetreten und habe im Rahmen dieser Gruppe im Mai 2022 an einer achttägigen EM-Reise nach Mallorca teilgenommen. Schon diese ist sehr schön verlaufen und positiv in meiner Erinnerung geblieben. Daher habe ich mich sehr gefreut, als Stefan in der Gruppe eine Reise nach Kreta mit EM angeboten hat. Ich habe mich sofort angemeldet.

Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Stefan hat die Reise sehr liebevoll vorbereitet und durchgeführt. Wir haben viele Seiten Kretas kennengelernt, waren hauptsächlich an Orten abseits des Tourismus. Wir haben uns an einsamen Stränden entspannt, im Meer erfrischt und mehrere Schluchtenwanderungen erlebt. Dabei war es niemals zu anstrengend. Die Wanderungen waren gut von Untrainierten zu bewältigen. Weitere Highlights waren eine Wanderung mit Esel und die Besichtigung der Altstadt von Chania.

Das Ehrlich Mitteilen bildete eine wichtige Grundlage für unsere Reise. Es war jedem von uns wichtig, es morgens zu praktizieren. So konnten wir uns auf einer tieferen Ebene begegnen. 

Missverständnisse, die im Miteinander hin und wieder auftauchten, konnten wir schnell aus dem Weg räumen, eigene Empfindlichkeiten thematisieren, Zuneigung und Dankbarkeit ausdrücken.

Ich habe unser Miteinander in den vierzehn Tagen als entspannt, liebevoll und harmonisch erlebt und bin überzeugt, dass wir das dem EM verdanken.

Meine Erfahrungen haben außerdem gezeigt, dass aus den EM-Reisen nachhaltige Beziehungen erwachsen können. Zu einem Mitreisenden aus meinem letzten EM-Urlaub habe ich nach über einem Jahr immer noch einen guten und tiefen Kontakt. Auch diese Reisegruppe hat den Wunsch in Kontakt zu bleiben, was wir bisher auch umgesetzt haben. Ich empfinde große Dankbarkeit für die wundervollen Menschen, mit denen ich gereist bin und ich fühle mich von ihnen und durch sie beschenkt.

Ich freue mich schon auf meine nächste EM-Reise.

2 Personen bei einer Wanderung in einer Schlucht auf Kreta

Mariannes Erfahrungen:

Ich heiße Marianne, bin 66 Jahre alt und wohne im schönen Weinviertel, nördlich von Wien.

Im Sommer 2022 habe ich über eine Freundin EM kennengelernt. Seither praktiziere ich es in einer Präsenzgruppe in Wien, gelegentlich mit meiner Mitbewohnerin und wöchentlich online mit einer Freundin.

Ich habe Stefans Ausschreibung  auf Telegram gesehen und gleich gespürt: 

Das mache ich.

Meine Erwartung war Kreta zu bereisen, am Meer zu sein, und mich neu zu erfahren, gemeinsam mit anderen. Ohne die Kombination mit EM hätte ich die Reise nicht gemacht. Ich bin davon ausgegangen dass EM eine Grundlage sein wird für ein gutes Miteinander und ich nicht ´die Dinge allein mit mir ausmachen muss´.

Ich habe mich auf keiner Reise davor so offen, entspannt und frei gefühlt.

Die Gruppe war klein. Die Wünsche und die Bedürfnisse der einzelnen Personen wurden berücksichtigt und gute Lösungen gemeinsam gefunden (beispielsweise ein paar Stunden allein mit mir zu sein, in der Taverne zu sitzen, während die andere Teilnehmerin am Strand lag etc.). 

Stefan hat die Reise gut und detailliert vorbereitet und mir damit ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Er hat seine Rolle als Reiseanbieter sehr gut damit vereinbart, dass auch er sich bei unseren täglichen EM- Treffen mitgeteilt hat und wir damit auf Augenhöhe kommunizieren und uns erfahren konnten. Durch das morgendliche Mitteilen konnte ich frei in den Tag gehen und keinerlei innere Dialoge in Bezug auf die beiden anderen haben in mir stattgefunden. Das ermöglichte mir die Schönheit Kretas voll zu genießen.

Die besondere Erfahrung für mich war, dass ich mich in einer Gruppe, mit zunächst Fremden, frei und entspannt fühlen konnte.

Wenn Stefans Reise im September wieder zustande kommt, werde ich dabei sein.

Interview und Artikel von Christin Lubig

Galerie

Hier noch ein paar Impressionen der ersten EM-Reise im Mai / Juni 23

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